Die deutsch-griechischen Beziehungen sind eng und freundschaftlich. Sie beruhen auf einer im 19. Jahrhundert begründeten historischen Verbundenheit und einer erneuten engen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Aus Sicht der Bundesregierung ist die Frage von Reparationen aus der Zeit der Besetzung Griechenlands im II. Weltkrieg abgeschlossen, auch wenn es wichtig ist, diesem Themenbereich viel Aufmerksamkeit bei der Gestaltung unserer bilateralen Beziehungen zu widmen.

Im politischen Bereich sind die deutsch-griechischen Beziehungen intensiv und geprägt vom häufigen Austausch. Besuche wie der von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 20.07.2007 und Gespräche zwischen den Regierungsoberhäuptern sowie der Außenminister und Fachminister zeigen breite Übereinstimmung in fast allen politischen Bereichen. Dies gilt insbesondere für europapolitische Themen.

Auch unterhalb der Regierungsebene gibt es eine Fülle von Kontakten, insbesondere zwischen Abgeordneten und Vertretern interessierter Behörden und gesellschaftlicher Organisationen. Den zahlreichen deutsch-griechischen Freundschaftsgruppen (in denen auch eine Reihe von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern aktiv mitarbeiten) kommt eine für die Pflege der Beziehungen nicht hoch genug einzuschätzende Bedeutung zu.

Dadurch, daß eine Reihe prominenter Politiker die Zeit der Militärdiktatur in Deutschland im Exil verbracht haben, andere in Deutschland studiert oder einen Teil ihres Lebens dort verbracht haben, ist eine Kenntnis Deutschlands und seiner Politik vorhanden, wie sie in ihrer Tiefe und Intensität in kaum einem anderen Land zu finden sein dürfte. Daß jeder zehnte Grieche im Laufe seines Lebens einmal längere Zeit in Deutschland gelebt hat, rundet dieses Bild ab.

Deutschland ist überzeugt, daß beide Länder durch ihre enge Zusammenarbeit und ständige Konsultationen wichtige Beiträge zu den ausstehenden essentiellen Fragen unserer gemeinsamen Zukunft beitragen können. Dazu gehören die zukünftige Struktur Europas mit der Erweiterung, regionale Fragen wie die Stabilisierung der Balkanländer, die Zusammenarbeit im mediterranen Bereich, insbesondere im südöstlichen Mittelmeer und in Nahost.

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