Deutschland feierte am 3. Oktober 2016 den 26. Jahrestag der Wiedervereinigung. Gefälschte Wahlen, eine Ausreisewelle ungekannten Ausmaßes und Massendemonstrationen hatten 1989 binnen weniger Monate zum Zusammenbruch des Machtapparates der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) geführt. Nach dem Rücktritt von DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker am 18. Oktober und dem Fall der Mauer begann im November 1989 der rasante Einigungsprozess. Hier einige der markantesten Stationen:

9. November 1989

Das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski erwähnt auf einer Pressekonferenz scheinbar beiläufig, die DDR habe mit sofortiger Wirkung die Grenzen geöffnet. Wenig später stürmen Tausende DDR-Bürger über die Grenzübergänge. 28 Jahren nach ihrer Errichtung fällt die Mauer.

13. November 1989

Der Dresdner SED-Bezirkschef Hans Modrow wird von der Volkskammer mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Bei den seit Monaten stattfindenden Montagsdemonstrationen sind jetzt auch Transparente wie «Deutschland einig Vaterland» zu lesen.

3. Dezember 1989

Unter dem Druck der SED-Basis treten das SED- Politbüro und das Zentralkomitee geschlossen zurück.

7. Dezember 1989

Der Runde Tisch - ein Gremium aus Vertretern der alten und neuen Parteien und Organisationen - tritt unter der Moderation von Kirchenvertretern zusammen, um Vorschläge zur Überwindung der Krise im Lande zu machen.

19. Dezember 1989

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) trifft zu seinem ersten offiziellen Besuch in der DDR ein. In Dresden wird er begeistert empfangen. «Helmut, Helmut» und «Deutschland einig Vaterland» heißt es in Sprechchören.

15. Januar 1990

Rund 2000 Demonstranten stürmen die Stasi-Zentrale in Ost-Berlin. 100 000 demonstrieren vor dem Gebäude.

28. Januar 1990

Vertreter der alten und neuen Parteien der DDR einigen sich auf die Bildung einer Übergangsregierung. Beteiligt werden auch Vertreter von Bürgerrechtsgruppen, die mit am Runden Tisch sitzen.

1. Februar 1990

Ministerpräsident Hans Modrow legt in der Volkskammer ein Konzept zur deutschen Einheit vor, das auf militärischer Neutralität und föderalen Strukturen basiert.

7. Februar 1990

Die Bundesregierung beschließt, der DDR umgehende Verhandlungen über eine Währungsunion anzubieten.

18. März 1990

In der DDR finden die ersten freien Wahlen statt, aus der die konservative Allianz mit der CDU an der Spitze klar als Sieger hervorgeht.

12. April 1990

Die erste frei gewählte Volkskammer wählt Lothar de Maiziere (CDU) zum Ministerpräsidenten.

23. April 1990

Die Bonner Regierungskoalition einigt sich auf die Grundzüge eines Staatsvertrages zur Währungsunion.

5. Mai 1990

Erste Runde der Zwei-plus-vier-Konferenzen mit den sechs Außenministern von USA, UdSSR, Großbritannien, Frankreich, Bundesrepublik und DDR in Bonn. Zentrales Thema ist die Bündnisfrage.

18. Mai 1990

Unterzeichnung des Staatsvertrages zur Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion. Für Kohl ist dies die «Geburtsstunde eines freien und einigen Deutschlands».

1. Juli 1990 - Die Währungsunion tritt in Kraft. Die DDR stellt auf D-Mark um. An der innerdeutschen Grenze fallen die Personenkontrollen weg.

2. Juli 1990

In Ost-Berlin beginnen die Beratungen über den zweiten Staatsvertrag, den Einigungsvertrag.

16. Juli 1990

Kohl und der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow verkünden den Durchbruch bei der Bündnisfrage. Deutschland bleibt nach der Vereinigung NATO-Mitglied.

22. Juli 1990

Die Volkskammer billigt das Gesetz zur Wiedereinführung der Länder in der DDR.

23. August 1990

Die Volkskammer beschließt den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober.

31. August 1990

In Ost-Berlin wird der deutsch-deutsche Einigungsvertrag unterschrieben. Bundestag und Volkskammer billigen ihn am 20. September mit Zwei-Drittel-Mehrheiten.

24. September 1990

Austritt der DDR aus dem Warschauer Pakt.

1. Oktober 1990

Deutschland erhält die volle Souveränität. Die alliierten Vorbehaltsrechte für Berlin werden zum 3. Oktober außer Kraft gesetzt.

3. Oktober 1990

Um 00.00 Uhr wird zu den Klängen des Deutschlandliedes vor dem Reichstagsgebäude in Berlin die schwarz- rot-goldene Flagge aufgezogen. Hunderttausende feiern auf den Straßen Berlins und in vielen anderen Städten die Deutsche Einheit.

Grußwort von Bundespräsident Joachim Gauck für die im Ausland lebenden Deutschen zum Tag der Deutschen Einheit 2016

Joachim Gauck, Offizielles Foto des Bundespräsidenten

Am Tag der Deutschen Einheit erinnern wir uns an das, was wir in unserer jüngsten Geschichte geschafft haben. Wir feiern den Freiheitswillen der Menschen in Leipzig, Plauen, Berlin und vielen anderen Orten der DDR, die mit der Friedlichen Revolution die Vereinigung beider deutscher Staaten überhaupt erst vorstellbar werden ließen.

Bundespräsident Gauck zum Tag der Deutschen Einheit 2016

Grußwort des Bundesministers des Auswärtigen zum 3. Oktober 2016

Mauerfall, deutsche Wiedervereinigung und Überwindung der Teilung Europas in Ost und West: Diese Ereignisse stellen ohne Zweifel eine historische Zäsur dar – weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Grußwort des Bundesministers des Auswärtigen zum 3. Oktober 2016

„Deutschland und Griechenland: Kultur als Brücke unserer Beziehungen“

Botschafter Peter Schoof

Die deutsch-griechischen Beziehungen haben sich in den zurückliegenden zwölf Monaten besonders stark entwickelt. Während Deutschland und Griechenland in den vergangenen Jahren vor allem über die richtige Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa stritten, haben die dramatischen Entwicklungen der Flüchtlingskrise unsere beiden Länder wieder näher gebracht, von der wir beide in besonderer Weise betroffen sind.

Grußwort von Botschafter Peter Schoof zum Tag der Deutschen Einheit für die Griechenland Zeitung

Ansprache von Generalkonsul Walter Stechel zum Tag der Deutschen Einheit

Meine Frau und ich freuen uns auf die kommenden Jahre hier in Griechenland. Wir freuen uns darauf, dieses Land und seine Kultur kennenzulernen. Wir freuen uns aber besonders auf Sie, die Menschen, die dieses Land verkörpern und prägen. Erklären Sie uns Griechenland, helfen Sie uns, es besser kennenzulernen!

Ansprache von Generalkonsul Walter Stechel zum Tag der Deutschen Einheit in Thessaloniki

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